Willkommen auf der Webseite von Ingrid Franz

Sonnenuntergang in Santa Barbara, Kalifornien
Sonnenuntergang in Santa Barbara, Kalifornien
USA Route 2009
USA Route 2009

Hier findet Ihr den Reisebericht und Fotos von unserem Traumurlaub mit Wohnmobil durch den Südwesten der USA im Sommer 2009 (auf die Karte klicken, dann erscheint die Bildergalerie)

 

Viel Spaß beim Anschauen und Träumen

Mit dem Wohnmobil durch Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien – vom 22. August bis 11. September 2009

Grönland von oben
Grönland von oben

 

 

 

Samstag, 22. Aug. 09 bis Sonntag, 23. August – Los Angeles

 

Nach 11,5-stündigem Flug mit wunderschönem Ausblick auf Grönland kamen wir um 17 h in LA an. Nachdem wir unseren Mietwagen (Prius) abgeholt hatten, fuhren wir ins Crowne Plaza Airport Hotel. Leider war das Zimmer extrem laut und sehr miefig. Es war aber kein Problem das Zimmer zu wechseln und auf der anderen Gebäudeseite war es dann wesentlich leiser. Leider stellten wir beim Auspacken fest, dass Ralf seine Kamera im Flugzeug vergessen hatte. Es dauerte zwei Tage, einige Fahrten zum Flughafen und etliche Telefonate, bis wir dank einer sehr hilfsbereiten Dame von der Information die Info bekamen, dass die Kamera am Rückflugschalter bereitliegt. Wir konnten sie allerdings erst beim Rückflug abholen. Gott sei Dank hatte ich meine schöne neue Lumix dabei und der Urlaub war gerettet.

Inzwischen total übermüdet fuhren wir trotzdem noch nach Venice Beach zum Strand um etwas Pacific-Luft zu schnuppern. Auf dem Weg dorthin gab es Fastfood-Essen bei Kentucky Fried Chicken.

 

Am nächsten Tag gab's dann bei Dennys das erste amerikanische Frühstück. Frisch gestärkt fuhren wir noch mal nach Venice Beach, um diesen Traumstrand am Tag zu erkunden. Da wir noch viel sehen wollten, fuhren wir bald weiter zum Santa Monika Pier und dann über den langen, kurvigen Sunset Blvd. nach Hollywood, vorbei an den zahlreichen Prachtvillen und Parkanlagen. Wir liefen am Hollywood Blvd. an den Sternen entlang zum Chinese Theater. Danach fuhren wir wieder Richtung Meer zum Fisherman's Village in Marina del Rey.  Hier gab es einige Restaurants direkt am Hafen, einen Leuchtturm, einige Souveniershops und jede Menge Pelikane sowie Seehunde. Nach dem turbulenten Hollywood war das der richtige Ort zum erholen. Danach machten wir unseren ersten Einkauf im Trader Joes um schon mal eine Grundausstattung für unser Wohnmobil zu haben. Nachdem wir die Sachen ins Hotel gebracht hatten, fuhren wir noch schnell zum Venice Beach, um unseren ersten Sonnenuntergang am Pacific zu schauen. Leider war dieser nicht so spektakulär wie erwartet, da Nebel aufzog. Wir bummelten bei Nebel noch an der Standpromenade entlang und  fuhren anschließend zum Essen zu einem Sizzler Family Restaurant, wo wir für wenig Geld sehr gute Steaks inkl. Salatbuffet gegessen haben. Danach fuhren wir gleich ins Hotel, da der Jetlag seine Wirkung zeigte.


Montag, 24. August. 2009

 

Nachdem wir früh aufgewacht sind, fuhren wir wieder zu Dennys zum Frühstücken. Danach mussten wir das Auto zurückgeben und ließen uns dann von Cruise America direkt bei Hertz abholen, was auch einwandfrei geklappt hat.

 

 

Die Übernahme unseres Wohnmobils war problemlos. Leider haben wir ein ziemlich altes Fahrzeug mit über 100.000 mi bekommen und hatten schon Bedenken, dass wir irgendwo liegenbleiben. Besonders, nachdem uns eine Deutsche Familie erzählt hatte, dass sie schon zweimal mit ihrem RV liegengeblieben sind und nun auf die Reparatur warten. Nachdem die Koffer ausgepackt und bei Cruise America deponiert waren ging es auf große Fahrt. Zuerst irrten wir durch die Straßen von LA um einen Walmart zu finden. Dieser war leider genauso schlecht wie bei uns und wir bekamen nur einen Bruchteil von der Einkaufsliste. Wir beschlossen, später noch mal einzukaufen, nachdem noch 230 mi vor uns lagen. Wir waren froh, als wir die fünfspurigen Freeways, die in katastrophalem Zustand waren, hinter uns ließen und endlich auf die I40 Richtung Needles fuhren. Und so ging es durch Wüstenlandschaften nach Barstow, wo wir das erste Mal tankten und und in einem großen Supermarkt unsere Vorräte auffüllten. Es hatte 36° C und der Benzinpreis von $ 3,26 pro Gallone hat uns doch etwas geschockt. Unser "Roadrunner" schluckte gleich 40 Gallonen! Unterwegs sahen wir nie enden wollende Güterzüge und wurden ständig von riesigen Trucks überholt. Kurz vor Needles machten wir auf einem der wenigen Rastplätze eine Pinkelpause und genossen die Abendstimmung in der Wüste. Wir kamen mit der Putzfrau von der Toilette ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie aus Ralf's Nachbarort kam. Ja, so klein ist die Welt! Wir kamen in der Dunkelheit in unserem KOA Campground in Needles an und konnten zum erstenmal die "Self-Registration" testen.

 

  

Der Platz war mitten in der Wüste und völlig leer. So hatten wir freie Auswahl. Allerdings war es nicht so einfach, im Dunkeln den Platz zu finden. Während wir beim Abendessen saßen und ich versuchte, nicht darüber nachzudenken was so unter dem Campingtisch rumkrabbelt, hörte ich plötzlich ein durchdringendes Piepen. Es war der Gasdetektor und er hörte nicht mehr auf zu piepen. Nachdem auch ein Reset und Batterie rausnehmen nicht half, musste Ralf die Hotline anrufen. Nach diversen Instruktionen und einem halben Nervenzusammenbruch, hörte das furchtbare Piepen endlich auf und wir konnten unser Bett im Alkoven einweihen. Die Nacht war genauso heiß wie der Tag und so war es eine ziemlich unruhige Nacht.

 

 

Gefahren mi: 270

Dienstag, 25. August 2009

 

Nach dieser ersten heißen Nacht gab es erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Beim Kaffee kochen fing dann wieder der Gasdetektor an zu piepen, aber diesmal wussten wir ja wie wir ihn zum Schweigen bringen. Danach nutzten wir den Pool für ein paar Runden zum abkühlen, bevor es weiter Richtung Grand Canyon ging.

 

 

Kaum hatten wir Kalifornien verlassen, waren auch die Straßen in einem deutlich besseren Zustand. Je weiter wir Richtung Grand Canyon fuhren, um so dunkler wurden die Wolken und es gab sogar ein paar Regenschauer und Gewitter. Ab Williams veränderte sich die Landschaft immer mehr und es wurde immer grüner und bewaldeter. Gegen Nachmittag kamen wir dann am wunderschönen Mather Campground an, der zu unserem Erstaunen ziemlich leer war. Wir liefen zum Market Place und fuhren von dort mit dem Shuttlebus zum Mather Point. Endlich standen wir staunend und mit Gänsehaut am Grand Canyon und ließen dieses unglaubliche Naturwunder auf uns wirken. Wir hatten das Glück, dass sich nach einem Gewitter am North Rim ein wunderschöner Regenbogen bildete und wir einige tolle Fotomotive bekamen. Nach einigen Stopps an diversen Aussichtspunkten, liefen wir am Rim entlang zum Hopi Point um den Sonnenuntergang mit vielen anderen Menschen zu bestaunen. Danach hieß es erst mal am Shuttlebus Schlange stehen, da alle gleichzeitig zurück wollten. Auf dem Weg zum Campground, stand am Straßenrand ein riesiger Hirsch beim Fressen und ließ sich weder von Blitzlichtern, noch von Autoscheinwerfern stören. Wieder zurück am Campground,  wurde zum erstenmal der Grill angeheizt und unser erstes Steak gebraten. Da es schon dunkel war und wir unser Außenlicht angeschaltet hatten, kamen plötzlich riesige Nachtschwärmer angeflogen und wollten in unser Wohnmobil. Das war die erste Bekanntschaft mit der Natur und hat mir das Grillen etwas vermiest. Dafür hat uns ein unglaublicher Sternenhimmel und unser erstes Lagerfeuer wieder entschädigt.

 

Gefahrene mi: 238


Gouldings Lodge Campground
Gouldings Lodge Campground

Mittwoch, 26. August 2009

 

Bei ziemlich kühlen Temperaturen gab es Frühstück und wir überlegten noch, ob wir den geplanten Heliflug über den Grand Canyon machen. Ich entschied mich dagegen, da es sehr windig war und ich nicht wusste wie es mir dabei geht. Wir fuhren zum Ostausgang und machten noch einen Stopp beim Navajo Point und Desert View und nahmen Abschied von dieser unbeschreiblichen Landschaft.

 

Nun ging es wieder in die Wüste Richtung Monument Valley. Wir fuhren durch zum Teil ziemlich ärmliches Navajo-Gebiet auf der Route 160 und staunten über die Weite und die unterschiedlichen Landschaften der Wüste. Unser nächster Tank- und Einkaufsstopp war Tuba City, die größte Stadt in der Navajo Indian Reservation. Dann ging es weiter bis Kayenta, von wo die Route 163 abzweigt, die direkt ins Monument Valley führt. Nach einigen Meilen sahen wir die ersten Felsformationen und fuhren dann auf kerzengerader Straße direkt auf die Buttes des Monument Valley zu. Da wir nun Utah Mountain Time hatten, hatten wir eine Stunde verloren. Wir fuhren zuerst zum Visitor Center und erkundigten uns nach einer Jeep Tour durch das Valley. Wir sollten 60 $ pro Kopf bezahlen, aber das war uns zu teuer. Wir fotografierten erst  mal ausgiebig und fuhren dann zur Gouldings Lodge. Hier hatten wir eine wunderschönen Platz mit Blick ins Valley. Zwei streunende, verlauste Hunde begrüßten uns stürmisch und ich beschloss unsere Fleischknochen für die beiden aufzuheben, obwohl man Streuner eigentlich nicht füttern sollte. Zuerst ging es eine Runde in den Pool zum abkühlen, dann genossen wir den Sonnenuntergang bei einer Flasche Wein und freuten uns auf unsere Grillsteaks und unser Lagerfeuer mit traumhaften Sternenhimmel.

 

Gefahrene mi: 195

 

Upper Anelope Canyon
Upper Anelope Canyon

Donnerstag, 27. August 2009

 

Während eines ausgiebigen Frühstücks beschlossen wir, die Jeep-Tour ausfallen zu lassen und machten uns direkt auf den Weg nach Page. Kurz vor Page fuhren wir zum Lower Antelope Canyon, den wir aber wegen der Hitze und dem Fußmarsch ausfallen ließen. So fuhren wir zum Upper Antelope Canyon und konnten gleich eine geführte Tour für $ 25 pro Kopf buchen. Dazu muss man noch ein Permitt für $ 6 kaufen. Leider war es für die Spots bereits zu spät. Mit einem klimatisiertem Jeep fuhren wir zusammen mit einem italienischen Pärchen durch Sandwüste bis zum Eingang. Der Führer war ein sehr netter Navajo, der uns etwas über die Entstehung des Canyons erzählte und auch Fototipps gab. Wir tauchten ein in eine surreale, farbenprächtige Wunderwelt. Auch ohne die berühmten Spots war es ein unvergessliches Highlight. Leider war die Stunde viel zu schnell um.

 

In Page angekommen, gingen wir zuerst in die Tourist-Info, denn wir hatten noch keinen Campingplatz. Danach mussten wir noch einkaufen, denn die nächsten Tage lagen keine Supermärkte auf unserem Weg. Eigentlich wollten wir zum Lone Rock Primitive Campground, beschlossen aber dann kein Risiko einzugehen und fuhren zum Wahweap Marin Campground. Dies stellte sich hinterher als richtige Entscheidung heraus, nachdem uns eine deutsche Familie berichtete, dass sie sich im Sand festgefahren hatten und mit einem Jeep herausgezogen werden mussten. Auf dem Weg zum Wahweap Marina fuhren wir über den Glen Canyon Staudamm und machten noch einen kurzen Besichtigungsstopp. Wir hatten einen schönen großen Platz in Seenähe, leider ohne Schatten. Da es wieder um die 38° C heiß war, gingen wir zuerst zum See noch ein paar Runden schwimmen und genossen die Abendstimmung in dieser surrealen Umgebung. Wir sahen heute zum ersten Mal einen Kolibri der um einen kleinen Busch herumschwirrte und schwups auch gleich wieder weg war. Danach gab es wieder lecker Grillsteaks und anschließend das obligatorische Lagerfeuer.

 

Gefahrene mi: 110

 

 

 

 

Crazy Horse Campground in Kanab direkt am Friedhof
Crazy Horse Campground in Kanab direkt am Friedhof

Freitag, 28. August 2009

 

Als ich heute aufwachte, gab es kein Entrinnen mehr, denn mein 50. Geburtstag war nun da. Nach einem schönen Frühstück mit frisch aufgebackenen Semmeln fuhren wir zur Marina und buchten eine dreistündige Boots-Tour zum Antelope- und Navajo-Canyon. Jeder bekam seine Audio-Kopfhörer und so erfuhren wir viel Interessantes über den Lake Powell und die Navajo-Indianer. Wir fuhren in immer enger werdende Canyons und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die drei Stunden waren schnell um und die Temperaturen wurden immer heißer. Anschließend fuhren wir zum Horseshoe Bend – ein absolutes Muss. Wir mussten bei ca. 38° C 20 min. durch Sand laufen, bis sich uns ein fantastischer Ausblick auf den Colorado bot. Ich hatte sogar meine Höhenangst vergessen, während ich ziemlich nah am Abgrund Fotos schoss. Auf dem Rückweg wurde dann jeder Schritt zur Qual und ich war kurz vor einem Hitzschlag. Da half auch trinken nicht mehr und mein Kreislauf war kurz davor schlapp zu machen. Zitternd und nach Luft japsend schaffte ich es ins Wohnmobil, wo ich erst einmal die Klimaanlage voll aufdrehte, um etwas abzukühlen. Eigentlich wollten wir auf dem Weg nach Kanab noch zu den Toadstool Hoodoos, aber ich hatte nach diesem Erlebnis so meine Bedenken. Wir beschlossen, vor Ort zu entscheiden, ob wir die Tour noch machen. Bis wir den Eingang zu dem Wash fanden, stand die Sonne schon sehr tief und so machten wir uns doch noch auf den Weg zu den Hoodoos. Wir liefen in völliger Einsamkeit und Stille ca. eine halbe Stunde einen Wash entlang, bis wir die Hoodoos sahen. Die Berge rundherum waren schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage noch erwartete. Inzwischen stand die Sonne so tief, dass die Temperaturen auf dem Rückweg sehr angenehm waren. Nun ging es weiter nach Kanab, wo wir übernachten wollten. Hier hatten wir keinen Campground reserviert und mussten leider feststellen, dass alle Campgrounds aufgrund eines Western Festivals belegt waren. Der einzige Campground der noch ein paar Plätze frei hatte, war ziemlich runtergekommen und wir bekamen einen Stellplatz, der vom benachbarten Friedhof nur mit einem kleinen Maschendrahtzaun abgetrennt war. Es gab auch keinen Tisch und keinen Grill. Da wir sowieso ein Geburtstagsessen geplant hatten, war das kein Problem. Wir machten uns auf den Weg in das nahegelegene Zentrum, wo es jede Menge Lokale und Restaurants gab. Wir entdeckten ein total originelles Western-Restaurant, das aussah wie eine kleine Westernstadt. Es gab einen schönen Innenhof in dem man im Freien sitzen konnte. Hier liefen die Kellner und der Chef in Original Cowboy-Klamotten und echten Colts herum. Die Darsteller des Festivals (Legends of the Wild West) waren auch zum Essen da, und so fühlten wir uns wie in einem Western. Es gab leckere Spareribs und für Ralf ein riesiges T-Bone-Steak. Auf dem Heimweg zu unserm "idyllischen" Stellplatz sagte ich, dass ich nun an meinem 50. Geburtstag gleich mal Probewohnen am Friedhof könnte. So ging ein erlebnisreicher und aufregender Geburtstag zu Ende.

 

Gefahren mi: 74

Amphitheater Bryce Canyon
Amphitheater Bryce Canyon

Samstag, 29. August 2009

 

Beim Frühstück teilten wir uns einen Tisch mit unseren Schwäbischen Nachbarn, die wir schon am Monument Valley getroffen haben. Dann ging es auf der 89 weiter zum Bryce Canyon. Ein Stück vorm Bryce Canyon durchquerten wir den Red Canyon, der dem Bryce Canyon in Form und Farbe ähnelt, nur viel kleiner.  Wir fuhren direkt zum Rubys Inn Campground und stiegen dann in den Shuttlebus um, der direkt am Campground hielt. Zuerst fuhren wir zum Bryce Point und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, was die Natur hier geschaffen hat. Wir waren uns einig, dass der Bryce Canyon durch die Farben und filigranen Strukturen noch um ein vielfaches schöner war, als der Grand Canyon. Wir fuhren zurück zum Inspiration Point und liefen dann 1,2 mi bis zum Sunset Point. Ralf wollte unbedingt noch ein Stück den Navajo Loop runter laufen. Da ich aber bei der Hitze ziemliche Atemprobleme hatte, blieb ich oben und wartete mit knurrendem Magen. Nach einer halben Stunde kam Ralf völlig aufgelöst den Berg hoch, da er sich so beeilt hatte. Dafür hat er noch ein paar schöne Fotomotive von unten bekommen. Nun mussten wir uns entscheiden, ob wir zum Campground zurück fahren und früher grillen und danach zum Rodeo gehen oder den Sonnenuntergang geniessen. Da das Wetter sehr bewölkt war, beschlossen wir, einen gemütlichen Abend am Campground zu geniessen. Da einem auch im Urlaub einige Haushaltspflichten nicht erspart bleiben, ging ich noch in den Waschsalon. Hier traf ich wieder jede Menge Deutsche und beim Wäsche zusammenlegen hatte ich noch ein paar nette Gespräche. Ralf hatte keine Lust auf Rodeo und so machten wir  noch einen Verdauungsspaziergang zur Old Town im Rubys Inn.

 

Irgendwann in der Nacht wachte ich auf und hörte ein lautes Heulen. Zuerst dachte ich, das seien die Hunde vom Nachbarcampground, bis ich realisierte, dass es Kojoten waren. Ich fand es irgendwie unheimlich und gleichzeitig faszinierend.

Wir hatten noch überlegt, den Sonnenaufgang am Bryce Canyon anzuschauen, aber wir konnten uns beide nicht aufraffen, um 5 h aufzustehen und in totaler Finsternis einen geeigneten Parkplatz zu suchen  und dann im Dunkeln durch den Park zu laufen.

 

Gefahrene mi: 79

Watchman Campground Zion
Watchman Campground Zion

Sonntag, 30. August 2009

 

Heute ging es weiter zum Zion National Park. Wir fuhren auf der 89 zurück bis Mt. Carmel Junction, von wo die 9 abzweigt Richtung Zion. Unterwegs sahen wir in dem einzigem Ort Glendale wieder den Sheriff, der schon bei der Hinfahrt schlafend in seinem Sheriffauto lag. Bald wurde die Straße kurviger und die Berge höher, bis wir schließlich den Tunnel zum Osteingang des Parks erreichten. Hier muss man $ 15 zahlen und der Ranger sperrt den Tunnel für den Gegenverkehr, damit man mit dem Wohnmobil in der Mitte des Tunnels durchfahren kann. Danach folgten etliche Serpentinen bis wir den Eingang erreichten. Die Berge sahen fast wie in den Dolomiten aus, nur dass es hier viel karger und heißer war. Als wir zu unserem Campground in traumhafter Lage unter den Felsen fuhren, stand gerade eine Hirschkuh mit Kalb beim Fressen auf unserem Platz. Sie ließen sich von uns gar nicht stören und trotteten gemächlich weiter, um die gepflanzten Sonnenblumen zu fressen. Es liefen auch jede Menge Squirels herum, die wir aber auf keinen Fall füttern sollten, da diese sehr aggressiv sind. Da es wieder sehr heiß war, genehmigte ich mir erst mal eine Abkühlung im Virgin River, der durch das Tal und den Campground fließt und nicht sehr tief ist. Dann ging es zum General Store zum Einkaufen, da unsere Vorräte ziemlich aufgebraucht waren und fuhren dann mit dem Shuttle ins Tal bis zum Temple of Sinawava. Von hier liefen wir den meist schattigen Riverside Walk entlang, der wie eine grüne Oase am Virgin River entlang bis zu den Narrows führt. Unterwegs kamen wir an den Hanging Garden vorbei, das sind sehr feuchte Felswände, aus denen Farne und üppiges Grün wächst. Unterwegs kamen uns viele Leute mit großen Stecken und nassen Hosen entgegen, die in den Narrows waren, die am Ende des Weges anfangen und in die immer schmaler werden Schluchten durch den Virgin River führen. Hier haben wir auch ganz seltene, wunderschöne gelbe Schmetterlinge gesehen. Diese Runde dauerte ca. 1,5 Stunden. Mit dem Shuttle ging es dann weiter zum Big Bend, von wo man einen tollen Rundblick auf die beeindruckenden Felsformationen hat. Danach noch ein kurzer Fotostopp beim Court of the Patriarchs, drei Berge die nach dem alten Testament benannt sind und Isaac, Abraham und Jacob heißen.

 

Wir fuhren mit dem Shuttle zurück zum Campground und grillten unseren ersten "homemade " Hamburger, der von keinem McDonalds o. ä. zu toppen war. Als es bereits dunkel war und ich den Müll wegbrachte, saßen mitten auf der Straße zwei Amis und schauten Richtung Berge. Als ich sie etwas verwundert anschaute, erklärten sie mir, dass gleich hinter den Bergen der Vollmond aufgeht. Und schon waren wir wieder mitten in einem längeren Plausch mit sehr netten Amerikanern, die immer ganz angetan waren, wenn sie hörten dass wir Deutsche sind. Als wir wie jeden Abend an unserem Lagerfeuer saßen, raschelte es plötzlich in den Sonnenblumen-Sträuchern ziemlich laut und ich erschrak erst einmal ziemlich. Als wir mit der Taschenlampe reinleuchteten, sah uns eine Hirschkuh an, die sich die Sonnenblumen schmecken ließ. Sie ließ sich wieder von uns überhaupt nicht stören und trottete irgendwann in die Dunkelheit.

 

Gefahrene mi: 85

 

 

 

Stratosphere Las Vegas
Stratosphere Las Vegas

Montag, 31. August 2006

 

Nach dem Frühstück und dem üblichen Dumpen und Wasser auffüllen etc. ging es weiter auf der 9 über Hurricane zur I15 nach Las Vegas. Ab St. George fuhren wir nur durch Wüste bis Las Vegas. Eigentlich wollten wir einen Abstecher ins Valley of Fire machen, aber die Sicht war ganz schlecht. Wie wir später erfuhren, brannte es in San Bernardino und der Rauch zog nach Las Vegas. Wir kamen bei 40° C in dem Moloch Las Vegas an und bekamen erst mal einen Kulturschock nach einer Woche Wüste und Steine. Obwohl wir zu früh beim einchecken im Stratosphere ankamen, konnten wir unser Zimmer schon beziehen. Wir konnten unseren Roadrunner auf dem gegenüberliegenden Parkplatz abstellen und packten ein paar stadtfeine Sachen ein. Ralf war erst mal von dem Lärm im Casino total genervt und wollte am liebsten wieder in die Wüste. Er fuhr mit Wohnmobil zu Cruise America, da der Wasseranschluss und der Deckel für's Dumpen undicht waren und setzte mich in der Las Vegas Fashion Mall ab. Zuerst war ich über die klimatisierten Shoppinghallen recht froh, aber nach kurzer Zeit fühlte ich mich wie im Kühlschrank. Es gab dort nur Designerläden und ich lief ziemlich lustlos herum. Nach einer Stunde rief ich Ralf an, ob er mich nicht abholen könnte. Es dauerte noch eine weitere Stunde, bis Ralf sich durch den Verkehr gequält hatte, aber zumindest funktionierte wieder alles am Roadrunner.  Wir fuhren dann gemeinsam in eine kleinere Mall, wo zumindest Ralf ein paar Jeans fand. Zurück im Hotel fuhren wir auf den Tower, von wo man einen fantastischen Ausblick über das Lichtermeer von Vegas hat. Es gibt oben auch zwei Fahrgeschäfte, die aber ziemlich teuer waren und so verzichtete Ralf auf dieses Abenteuer. Leider wurde uns beim Sicherheitscheck unser Stativ abgenommen und so hofften wir, dass die Fotos trotzdem was wurden.

 

Danach ging es mit der ziemlich teueren und recht wackeligen Monorail vom Sahara an den Strip. Wir liefen durch Menschenmassen zum Venetian und zum Treasure Island, wo gerade die letzte Piratenschlacht zu Ende war. Inzwischen war es schon ziemlich spät und wir fuhren mit dem Bus zurück zum Stratosphere. Hier gönnten wir uns endlich einen Cocktail und ich verzockte noch ein paar Dollar am Einarmigen Banditen. Anschließend genoss ich es mal wieder in einer geräumigen Dusche zu stehen und danach in einem wunderbaren Bett zu schlafen. Und das für 34 € das Zimmer!

 

 

 

Gefahrene mi: 166

Crowley Lake Campground
Crowley Lake Campground

Dienstag, 01. September 2009

 

Nach einem ausgiebigen Brunch im Hotel mussten wir heute einen der längsten Streckenabschnitte durch die Wüste über die Sierra Nevada zurücklegen. Obwohl so ein Hoteltag mit allem Komfort mal wieder sehr erholsam war, waren wir froh diese heiße und künstliche Stadt hinter uns zu lassen. Die letzte Siedlung war Beatty, bevor wir fünf Stunden nur durch Wüste und Berge bis Bishop fuhren. Ein paar Windhosen und einige Yoshua Trees waren die einzige Abwechslung auf dem endlosen Highway. Ich versuchte zum ersten Mal mit unserem Roadrunner zu fahren und schaffte gerade mal 50 mi, da das Fahrzeug einfach zu groß für mich war. Bei Lida Junction fuhren wir ab auf die 266, die in die 168 nach Big Pine mündet und die Sierra Nevada auf einsamen, kurvigen Bergstraßen überwindet.

 

Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir nach Bishop, wo es die erste Tankstelle gab. Unsere Tagestour endete am Crowley Lake auf einem staatlichen Campground für $ 5 in malerischer Umgebung bei sehr kühlen Temperaturen auf
7.000 ft. Da es sehr windig und inzwischen Stockfinster war, gab es Essen aus der Mikrowelle.

 

Gefahrene mi: 310

Tualoumne Meadows Campgrond Yosemite
Tualoumne Meadows Campgrond Yosemite

Mittwoch, 02. September 2009

 

Nach einem frostigen Frühstück in traumhafter Landschaft fuhren wir zum Mono Lake und wollten dann weiter über den Tioga Pass ins Yosemite Valley. Der Mono Lake mit seinen Tuffsteinen ist eine absolut surreale Landschaft. Nachdem wir am Eingang von einem Ranger erfahren hatten, dass es im Yosemite Valley brennt und die Straße gesperrt ist, hatten wir aber keine Ruhe mehr und fuhren nach Lee Vining zur Tourist Info. Hier erhielten wir leider die gleiche Auskunft und es war nicht absehbar wann die Straße wieder geöffnet wird. Das brachte unsere ganze Route Richtung San Francisco durcheinander, da wir in jede Richtung einen Umweg von mindestens 200 mi in Kauf nehmen mussten. Inzwischen war das ganze Yosemite Valley gesperrt und die vorgeschlagenen Alternativ-Routen hatten ein Gefälle von 25% und waren einfach nicht machbar. Die Ranger schlugen vor, über den Tioga Pass zum Tuoalumne Meadows Campground zu fahren und dort zu übernachten. Sie haben die Umbuchung für uns gleich gemacht und wir bekamen die zweite Nacht zurück erstattet. Also fuhren wir über den Tioga Pass, der mir einige Nerven (und Ralf durch mein Gejammer) gekostet hat. Unser Roadrunner musste ziemlich schnaufen und brauchte eine Abkühlpause bis wir uns auf 9.000 ft hochgekämpft hatten. Dafür wurden wir mit  einem wunderschönen Campground in absoluter Natur belohnt. Der Ranger meinte, das Valley sei wie Disney-Land für Touris und es wäre hier viel ursprünglicher.  Er empfahl uns eine "kleine" 2,2 mi lange Wanderung zum Lake Elisabeth, die sich dann als 1,5-stündige Bergwanderung entpuppte. Bis auf ein paar Reiter und ein paar Angler waren wir absolut alleine auf weiter Flur. Ich musste ständig daran denken, was ich tun würde wenn ein Bär kommt. Aber zu Ralf's großem Bedauern haben wir keinen einzigen Bären gesehen. Als wir endlich am Lake Elisabeth ankamen, konnte ich kaum glauben, welche Stille uns umgab. Irgendwann fingen meine Ohren zu rauschen an, da diese die absolute Stille überhaupt nicht gewohnt waren. Das war eine wirklich tolle Erfahrung.

Nach den obligatorischen Grillsteaks verstauten wir unser schmutziges Geschirr in dem Footlocker wegen der Bären. Es wurde wieder rasch stockdunkel und bald wurde es auf dem Campground sehr ruhig. Ganz wohl war mir nicht in der Dunkelheit mitten in der Wildnis und ich dachte bei jedem Geräusch, dass ein Bär aus dem Wald kommt.  Unsere amerikanischen Nachbarn hatten einen großen Hund in einem Käfig dabei und ich hoffte, dass der anschlägt wenn ein Bär in der Nähe ist.

 

Gefahrene Milen: 13 mi

Donnerstag, 03. September 2009

 

Auch bei unserem sehr frostigen Frühstück wurden keine Bären gesichtet. Es kam nur wieder eine Hirschkuh aus dem Wald und graste gemütlich in unmittelbarer Nähe. Wir hörten allerdings Schüsse, was ein Zeichen war, dass Ranger Bären mit Schreckschussmunition verjagten. Ralf war ganz traurig, dass er keinen Bären zu Gesicht bekam.

Wir hatten nun beschlossen, den Umweg über Sacramento nach San Francisco zu nehmen. Wir fuhren in Alpiner Landschaft auf der 395 auf den Spuren der Goldgräber Richtung Lake Tahoe. Von dort zweigt die 50, die sog. Rennstrecke, nach San Francisco ab. Diese führte über Pässe und über kurvenreiche Straßen durch riesige unberührte Wälder. Wir machten unterwegs noch eine kleine Rast an einem wunderschönen kleinen Fluss, wo man eigentlich Eintritt zahlen musste. Als wir der Rangerin erklärten, dass wir nur eine kurze Essenspause machen wollen, erließ sie uns den Eintritt. Der nächstgelegene Campground war der Folsom State Park am Folsom Lake. Da dieses Wochenende Laborday-Weekend war, hatten wir schon Befürchtungen, dass wir keinen Platz bekommen. Als wir ankamen, war der Campground total leer und alle Plätze waren ab dem nächsten Tag reserviert. So konnten wir noch mal einen ruhigen Abend verbringen, bevor wir uns wieder in die Zivilisation wagten.

 

Gefahrene mi: 212

Golden Gate Trailer Park
Golden Gate Trailer Park

Freitag, 04. September 2009

 

 

Nach dem Frühstück konnte ich Ralf überreden, mit mir noch in das Outlet-Center, das wir unterwegs gesehen haben, zu fahren. Wir mussten ja noch einige Geschenke besorgen und so konnte ich wenigsten einmal shoppen gehen. Leider war die Zeit knapp, den wir hatten noch einige Meilen vor uns und wir mussten auch noch unsere Vorräte auffüllen.

In Sacramento angekommen, schauten wir uns als erstes das Capitol, Arnies Amtssitz, an. Dann wollten wir zur Old Town Sacramento und mussten uns in dem Gewirr von Freeways erst einmal zurecht finden und einen bezahlbaren Parkplatz für unser Wohnmobil ergattern. Wir hatten eine kleine Westernstadt erwartet und waren sehr erstaunt, als wir eine sehr originelle "lebende" Westernstadt vorfanden. Man fühlte sich wie in einem Western mit Original-Kutschen, Klamotten und inszenierten Schießereien. Es gab viele kleine Läden und Lokale und wir aßen noch ein paar Western Wings bevor es weiter nach San Francisco ging. 

 

 

 

Die Landschaft veränderte sich sehr schnell und wurde wieder sehr karg und der Verkehr nahm auch immer mehr zu. Ab Vallejo standen wir dann immer wieder im Stau bis wir endlich in Larkspur ankamen und verzweifelt unseren Campingplatz suchten. Als wir endlich ankamen, war ich total geschockt, denn der Platz lag direkt neben dem fünfspurigen Freeway und sah ziemlich trostlos aus. Wir hatten die Wahl zwischen einem Platz neben der Straße oder vor dem Männerklo. Da wir ja die meiste Zeit unterwegs waren entschied ich mich für den Platz vor der Toilette, um wenigstens einigermaßen ruhig zu schlafen. Der Eigentümer war sehr nett und gab uns auch gleich einen Bus- und Fährfahrplan. Wir zahlten die drei Tage im voraus und so gab es kein zurück mehr. Wir machten uns gleich auf den Weg zur Fähre, der direkt am Freeway entlang lief. Wir erreichten gerade noch die letzte Fähre und genossen den ersten Blick auf die Skyline von San Francisco. Es war sehr windig und nass und ich hatte alle Mühe ein paar nicht verwackelte Fotos zu schießen. Endlich stand ich nach über 20 Jahren wieder in San Francisco. Mit der Straßenbahn fuhren wir zur Fischerman's Wharf und ich war entsetzt, wie touristisch das alles geworden ist. Wir bummelten zum Pier 39 und besuchten die  Seelöwen-Kolonnie, wo es sehr laut war und wir uns nicht satt sehen konnten an dem Durcheinander. Leider zog der typische Nebel auf und es wurde gleich ziemlich kalt und feucht. Wir gingen am Pier 39 in ein Lokal im Stil der 60er-Jahre und aßen dort sehr lecker, allerdings auf Plastiktellern. Danach mussten wir schauen, wie wir wieder zum Campingplatz zurückkommen, da die Fähre nicht mehr fuhr. Also fuhren wir mit dem Bus bis zu einer Haltestelle, wo unser Bus nach Larkspur fuhr. Da dieser sehr unpünktlich fährt, mussten wir eine dreiviertel Stunde warten. Nach 1-stündiger Fahrt kamen wir an unserem trostlosen Campingplatz an und stellten trotzdem noch kurz unsere Campingstühle auf und "genossen" den Blick auf das gegenüber liegende Mobilhome mit Totenkopf auf dem davor geparkten Auto.

 

 

Gefahrene mi: 113

 

Samstag, 05. September 2009

 

Diesmal gab's Frühstück im Wohnmobil und wir überlegten, ob wir mit der Fähre oder mit dem Bus nach San Francisco fahren. Wir entschieden uns für den Bus und mussten ziemlich lange an der lauten Haltestelle direkt am Freeway warten. Im Financial District stiegen wir aus und kauften uns ein Zweitages-Ticket. Wir liefen die Market Street entlang und schauten zu, wie eine Cable Car gewendet wird. Leider hatten alle Geschäfte wegen Labor Day geschlossen. Wir hatten Glück und ergatterten noch einen Platz in der Cable Car und fuhren damit Richtung China Town. Wir erkundeten die meisten sehenswerten Plätze zu Fuß, da die Cable Cars restlos überfüllt waren. Zwischendurch fuhren wir mit dem Bus, was auf den holprigen, bergigen Straßen einer Achterbahnfahrt gleicht. Der Tag verging wie im Fluge und wir hatten beschlossen, noch mal in dem gleichen Lokal am Pier 39 zu essen. Vorher bestaunten wir noch einmal die Seelöwen-Kolonie und konnten uns an dem durcheinander gar nicht satt sehen. Danach fuhren wir wieder mit dem Bus zu unserem Campground.

Muir Woods
Muir Woods

Sonntag, 06. September 2009

 

Heute morgen haben wir einen Ausflug zu den Muir Woods geplant. Leider war die Straße dort hin sehr eng und kurvig und der Parkplatz war ziemlich überfüllt, Nach längerem Suchen fanden wir dann doch noch einen Parkplatz für unser Wohnmobil.

 

 

 

Wir entschieden uns für den kürzeren Rundweg, da wir auch noch mal nach San Francisco wollten. Wir bestaunten die bis zu 100 m hohen Bäume und die üppige Natur. Auf dem Rückweg flogen plötzlich Hubschrauber über uns und es kamen uns Feuerwehrleute mit Äxten entgegen. Ein deutsches Paar hatte erfahren, dass es in der Nähe brannte und der Park deswegen gesperrt wurde. Wir hatten Glück, denn wir hatten unseren Rundweg gerade beendet.

 

Danach fuhren wir zum Campground und machten uns nach einer Paus wieder mit dem Bus auf den Weg nach San Francisco. Diesmal stiegen wir schon an der Golden Gate Brücke aus, da schon wieder  Nebel aufzog. Ich wollte wenigstens ein Foto von der Brücke ohne Nebel.  Wir hatten Glück, denn der Nebel blieb südlich von der Brücke hängen. Wir beschlossen zu Fuß durch den Golden Gate Park Richtung Stadt zu laufen. Unterwegs beobachteten wir die Pelikane beim Fischen und genossen zwischendurch ein Bio-Hotdog. Da am Montag Laybor Day war und die Amis verlängertes Wochenende hatten, war natürlich überall viel los. Wir liefen fast zwei Stunden, bis wir wieder in der turbulenten Stadt ankamen. Wir fuhren noch zum Coit Tower, was aber nicht wirklich sehenswert war und fuhren danach zum Russian Hill, wo die Straßen immer steiler wurden. Danach liefen wir zur Lombard Street, der kurvenreichsten Straße Amerika's. Hier standen die Autos in drei Richtungen Schlange, um einmal die Straße fahren zu können. Der Verkehr wurde von der Polizei geregelt, denn sonst hätte es wahrscheinlich Chaos gegeben. Geduldig standen die Autos auf den steilen Straßen und zwischendurch drängelten sich die Touristen um ein Foto zu schießen. Danach wollten wir eigentlich in China Town essen gehen, aber es sah alles nicht sehr einladend aus. Nachdem wir inzwischen dringend eine Toilette brauchten, gingen wir in ein kleines Vietnamesisch/ Thailändisches Lokal. Nachdem uns kaltes Essen serviert wurde und nicht mal eine Toilette vorhanden war, verließen wir wütend das Lokal. Nach längerem Suchen fanden wir einen sehr guten Chinesen direkt am Broadway mit bezahlbaren Preisen. Inzwischen waren wir ziemlich kaputt vom vielen Laufen und machten uns bald auf den Nachhauseweg.

 

Seelöwen Kolonnie am Hwy No. 1
Seelöwen Kolonnie am Hwy No. 1

Montag, 07. September 2009

 

Heute hatten wir den zweitlängsten Abschnitt mit 230 mi zu fahren. Da wir mit dem Wohnmobil nicht durch die Innenstadt von San Francisco fahren wollten, fuhren wir über San Jose Richtung Highway No. 1 bis Monterey. Aus dem kleinen Fischerdorf Monterey ist inzwischen eine richtig große Stadt geworden. Leider war durch den Laybor Day alles ziemlich überfüllt und so fuhren wir nur einmal durch die Stadt. Nun ging es weiter nach Carmel, einem hübschen Künstlerort am schönsten Strandabschnitt des Highway No. 1. Wir liefen zum Strand und tauchten kurz unsere Füße in den eiskalten Pacific. Dann ging es weiter zum Point Lobos, wo die Zufahrt für Wohnmobile gesperrt war. Der Trail bis zu den schönen Aussichtspunkten war somit für uns zu weit und so machten wir nur einen kurzen Spaziergang um wenigstens einen kleinen Blick auf die Küste zu haben. Ein sehr netter Ami wollte uns noch mit dem Auto bis zum Parkplatz mitnehmen, aber wir mussten ja auch wieder zurückkommen.

 

Nun begann der kurvenreiche Abschnitt des Highway No. 1. Leider hatte ich die Strecke nicht mehr so in Erinnerung und ich litt bei jeder der Steilen Kurven entlang der Klippen Höllenqualen. Überall waren Aussichtspunkte mit fantastischem Blick auf den Pacific. Da wir leider nicht viel Zeit hatten, machten wir nur ein paar wenige Fotostopps. Als die Küste nach Big Sur wieder etwas flacher wurde, entdeckten wir bei einem Stopp eine Kolonie Seelöwen im Sand. Auf den ersten Blick waren sie kaum zu erkennen, denn sie lagen reglos im Sand wie helle Steine.  

 

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang kamen wir an unserem Campground in Pismo Beach an. Wir machten einen langen Strandspaziergang und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang. Dieser Strandabschnitt ist sehr breit und von riesigen Dünen gesäumt. Leider dürfen auch Autos und RTV's fahren. Das Wasser und die Luft waren hier immer noch ziemlich kalt und so freuten wir uns auf unser obligatorisches Lagerfeuer.

 

Gefahren Meilen: 230

 

Carpinteria State Beach
Carpinteria State Beach

Dienstag und Mittwoch, 8. und 9. September

Heute fuhren wir weiter Richtung Santa Barbara zum Carpinteria State Beach, wo zwei Tage relaxen am Strand angesagt waren.

Wir hatten einen schönen Stellplatz mit Blick auf den Pacific und das Wasser hatte hier inzwischen wieder Badetemperatur. Wir machten lange Strandspaziergänge und genossen die wunderschönen Sonnenuntergänge. Von der doch ziemlich lauten Brandung konnten wir nicht genug bekommen.  Nach so vielen Meilen on the Road genossen wir die viel zu kurzen letzten Tage und hatten auch keine Lust mehr nach Santa Barbara zu fahren. Nachts leuchteten die Lichter der wie Perlenschnüre aufgereihten Bohrplattformen am Horizont. Am letzten Abend beim Grillen huschte eine Waschbärenfamilie an unserem Platz vorbei. Wir lockten sie mit Chips und sie kamen sofort und hatten auch keine Angst vor unserer Taschenlampe. So endete der letzte Abend mit einem schönen Erlebnis.

 

Donnerstag, 10. September

 

Heute hieß es Abschied nehmen und wir fuhren das letzte Stück des Highway No. 1 vorbei an Malibu bis nach L.A. Die vollen fünfspurigen Freeways und die Hektik der Großstadt machten uns dann den Abschied doch etwas leichter. Die Rückgabe des Wohnmobils velief schnell und reibungslos und nun hieß es wieder Koffer packen. Ein Taxi fuhr uns dann zum Flughafen, wo wir noch jede Menge Zeit hatten.

 

Insgesamt sind wir 2.700 mi gefahren